Der erste Schock am Morgen es regnete wie aus Eimern. Aber so hoch motiviert wie wir waren, vertrauten wir auf unser Glueck - das Wetter aendert sich bestimmt noch.
Also maschierten wir los....
Der 1. teil war auch noch recht gemuetlich und es nieselte auch nur.
Dann ging s los ....
Es ging einfach nur ewig steil bergauf und es war kein normales Wandern mehr , sondern wechselte zu richtigem Klettern.
Zu unserer Freude regnete es immer staerker, es wurde mit der Hoehe immer kaelter und der Wind immer staerker, also optimale Bedingungen :)!!!
Der Wind peitschte gegen die nasse Hose und man hatte das Gefuehl, dass 1000 kleine Nadeln einem in die Beine stechen. Es wurde immer schlimmer und schlimmer......
Als eine Mitlaufende dann auch noch einen Asthmaanfall bekam, bekam ich erst richtig panik. Aber wir bekamen das Problem recht schnell in den Griff und ich beruhigte mich innerlich auch wieder etwas.
Der schlimmste Teil stand uns allerdings noch bevor(Ich weiss ich benutze das Wort schlimm in jedem Satz, aber nur so kann man die ganze sch*** Situation beschreiben).
Auf 1900 m Hoehe stuermt es bei schlechtem Wetter ganz schoen und wenn dann die Sichtweite nur 50 m betraegt und wenn du weisst rechts& links geht es richtig steil bergab, kann man es ganz schoen mit der Angst zu tun bekommen.
Der Wind war so stark, dass ich mich richtig in ihn reinlegen musste, um nicht weggeweht zu werden. Das war mir dann schon fast zu viel Abenteuer, vorallem weil wir dafuer eigentlich nicht richtig ausgeruestet waren. Der einzigste Lichtblick zwischendurch waren die schlecht sichtbaren Schnee- und Eisfelder und die Bergseen(?).
Der erste Glucksmoment war aber erst da, als ich die Huette sehen konnte. Nach einer Aufwaermphase von etwa einer Stunde machten wir uns dann auf den letzten Teil unseres "Weges". Der Abstieg war dann nicht mehr so schwierig, aber wir waren heilfroh als wir unten ankamen. Alles war klatschnass und alles war nur noch zum Ko****. Von der Kaelte angetrieben haben wir fuer diesen 7-8 h Walk nur 5 1/2 h gebraucht. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mit der Ausruestung und bei diesem Wetter diese Tour nicht mehr machen wuerde, weil es einfach zu riskant war.Zwei Leute von unserer Busgruppe sind auch bei etwas weniger als der Haelfte umgekehrt, weil sie es zu gefaehrich fanden. Aber zu dem Zeitpunkt war das nicht wirklich viel vernuenftiger.
Die brilliante Aussicht, die man normalerweiser hat, hatten wir halt auch ueberhaupt nicht und wurden so auch nicht wirklich fuer unsere Muehen belohnt.
Die heisse Dusche danach war ein TRAUM!!!!!
So lernt man die alltaeglichen Dinge im Leben schaetzen!!!!
1 Kommentar:
Hey, da hast du ja richtig was mitgemacht, ein echtes Abenteuer. Ich glaube, ich wär da auch umgekehrt. Hab schon zu oft in "Notruf" von der Gefährlichkeit dieser Wetterwechsel in den Bergen gehört. *g* Aber, ma muss alles moo gemach hann, ne?! Liebe Grüße, HP
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